Liebe Heuwusler-Freunde;

leider müssen wir Euch heute wieder traurige Nachrichten übermitteln. Gleich 4 geliebte Notfellchen haben sich für immer auf die Reise begeben und sind nun zu unseren Heuwusler-Sternen-Schweinchen/Kaninchen geworden.

Kerstin und Micha mussten in Raubling Abschied von Gnadenbrot-Schweinchen Johnny nehmen. Kerstin übermittelt folgende Zeilen:

Mein Obstkistenschweinchen hat mich für immer verlassen. Die, die Johnnys
Geschichte kennen, wissen, wieso ich ihn so nenne. Ich habe in meinen Jahren der
Tierschutzarbeit selten ein liebevolleres, dankbareres und verschmusteres Tier
kennengelernt als meinen Johnny. Nach langem Warten fand er bei uns mit Lilly
auch seine Traumfrau und war rundum glücklich. Leider hat Johnny am 02.07. für
immer seine Köfferchen gepackt und ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Nachdem wir feststellten, dass Johnny immer weiter abnimmt und körperlich abbaut sind wir zum Tierarzt gegangen. Dieser konnte aber nichts Konkretes feststellen.Päppeln, Infusionen und Aufbaupräperate, jeden Tag ein auf und ab, denn
den einen Tag sah es so aus als würde er sich erholen und am nächsten Tag hing
er wieder massiv durch. Am 01.07. erfolgte eine erneute Untersuchung beim Tierarzt, mit der Diagnose, dass er womöglich einen Tumor im
Magen-Darm-Bereich hat. Er bekam nochmal Aufbaupräparate und für den nächsten Tag wurde, in der Hoffnung dass er dann stabiler gewesen wäre, eine Untersuchung per Röntgen
und Ultraschall vereinbart. Leider kam es gar nicht soweit; am Morgen des 02.07.2013 ist Johnny in
unseren Arme friedlich weggeschlafen und in uns bleibt eine unglaubliche
Leere.

Er war ein ganz besonderes Schwein mit einem ganz eigenen Charme
und auch seine Lilly trauert sehr.

Von unserer lieben Birgit, Pflegestelle in Bad Tölz, gibt es leider auch schlechte Nachrichten. Dort hat sich Tequina auf ihre letzte Reise begeben. In wenigen Tagen
sollte sie endlich in ihr finales Traumzuhause umziehen. Der Umzug war wegen
einer Blasenentzündung verschoben worden. Nach der erfolgreichen Behandlung und kurz vor dem Umzug kam der große Schock. Tequina begann im Kreis zu laufen und sich
absolut seltsam zu verhalten. Die Augen waren unruhig und immer wieder folgten Krampfanfälle. Bei der tierärztlichen Untersuchen stellte sich leider heraus, dass es sich um einen
Gehirntumor handelte, der die neurologischen Schäden verursachte. Auch wenn es
uns mehr als schwer fiel, haben wir beschlossen, Tequina erlösen zu lassen. Eine
Operation wäre nicht möglich gewesen und wir wollten nicht, dass sie
leidet.

Komm gut an, kleiner Stern und Danke für die wunderbare Zeit mit
dir, Deine Pflegemama Birgit!

Unsere Hope, aus dem Notfall vom Dezember 2012, wurde es nicht vergönnt ein
langes und glückliches Kaninchenleben zu führen. Die ersten Jahre nicht
artgerecht gehalten, nicht ver- und umsorgt kam sie Gott sei Dank Ende Dezember 2012 in unsere
Hände. Gesund gepflegt und liebevoll aufgepäppelt durch unsere Pflegestelle im Landkreis Traunstein durfte sie dann in ein neues Zuhause mit Krümel hoppeln. Aus Hope
wurde Hermine und an der Seite von Krümel und ihrem neuen Frauchen war die Welt
in Ordnung. Es wurde ein unzertrennliches Paar aus beiden. Als wären sie durch
ein unsichtbares Band fest verbunden, machten sie alles gemeinsam, leider nur
für wenige Monate. Am Montag, den 08.07. mussten wir die Entscheidung
treffen, Hermine gehen zu lassen. Sie begann immer schlechter zu fressen, die Zähne wurden in immer kürzeren Abständen fachmännisch gekürzt aber es wurde immer schlimmer. Sie sabberte und konnte nicht richtig fressen. Per Röntgen in Narkose stellte unsere Tierärztin einen verkapselten Abszess
hinter der Zunge fest. Sehr schwierig zu operieren, mit Kürzung der Zunge einhergehend und
äußerst wenig Heilungschancen. Selbst wenn die Diagnose eher festgestanden hätte, man hätte Hermine aufgrund der Lokalität des Abszesses nicht mehr helfen können. So stand die Entscheidung fest, ihr weiteres Leid zu ersparen. Liebe Hermine,
wenigstens hast du in deinem kurzen Leben für wenige Monate erlebt wie es ist
geliebt zu werden und wie wunderbar ein Kaninchenleben sein kann. Mach´s gut du
liebe Maus! Es vermissen Dich, Krümel, Anke und Isabelle

Jürgen und ich haben unseren Sonnenschein, Luise, am 13.07.verloren. Luise war auch ein Heuwusler-Gnadenbrotschweinchen. Wir haben sie im September 2012 bei uns aufgenommen. Die Prognose der Tierärztin, was Luises Lebenserwartung betraf, war damals schon sehr niederschmetternd. Luise hatte gleich mehrere Leiden. Ovarialzysten, eine erbsengroße Verhärtung an der Lippe (abgekappselte Bissverletzung) einen zu hohen Augeninnendruck, ein sehr großes Atherom auf der rechten Seite, welches ihr das Laufen letzendlich auch immer beschwerlicher machte. Wir konnten ihr dieses nicht wegoperieren lassen, denn Luises größtes Leiden war ein Lebertumor, den man auch nicht operieren konnte, eine Narkose hätte sie höchstwahrscheinlich nicht überlebt. Luise hatte einen großen Lebenswillen, das zeigte sie uns täglich indem sie uns freudig begrüßte und immer die Erste war wenn es ums Betteln ging. Wenn sie einen anschaute, hatte man immer das Gefühlt, sie lächelt einen an. Bis Freitag letzter Woche war noch alles gut, sie genoss den Freilauf im Garten, hat sich gefreut, dass Wiese gleich direkt vom Boden ins Mäulchen wächst und hat in ihrem Lieblings-Häuschen ein Nickerchen gehalten.
Am Samstag Morgen dann der Schock. Luise kam nicht zum Fressen; sie lag schwach im Häuschen. Ich hab sie herausgenommen und sie lag nur noch schlapp auf meiner Hand, der Kreislauf war im Keller und der ganze Bauchraum fühlte sich schwammig an.
Das, was uns schon Monate zuvor prophezeit wurde ist nun eingetreten. Der Tumor ist aufgegangen und hat in den Bauchraum eingeblutet. Für Luise kam jede Hilfe zu spät. Sie ist im Kreise ihrer Freunde, bewacht von ihrer besten Meerschweinchen-Freundin, Fantasia, eingeschlafen.
Liebe Luise, Du warst einzigartig und Du fehlst uns sehr. Wir sind dennoch glücklich, dass Du trotz allem so lange bei uns bleiben durftest und uns 10 Monate lang mit Deiner zauberhaften Art, jeden Tag aufs Neue, Freude bereitet hast!
Gute Reise zum Sternenhimmel und grüße alle vorausgegangenen Lieblinge,
Deine traurige Pflegemama Andrea mit Jürgen